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EU-FÖRDERLEITFADEN RUHR

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B28 // EU-Schulobst- und Gemüseprogramm NRW


Das Schulobst- und Gemüseprogramm soll Kindern und Jugendlichen Obst und Gemüse schmackhaft machen und ihnen ein gesundheitsförderliches Ernährungsverhalten nahe bringen.

Das Programm läuft von 2014 bis 2020.

Ziel des EU-Schulobst- und -gemüseprogramms ist es, mit einer kostenlosen Extra-Portion Vitaminen den Schülerinnen und Schülern Gemüse und Obst wieder schmackhaft zu machen und ihnen bereits zu Beginn der Schulzeit ein gesundheitsförderliches Ernährungsverhalten nahe zu bringen. Durch die pädagogische Begleitung des Programms sollen die Ernährungskompetenzen der Kinder nachhaltig gefördert werden. 

Mitgliedstaaten der Europäischen Union

Zielgruppe des EU-Schulobst- und -gemüseprogramms NRW sind Grundschulen und Förderschulen mit Primarstufe des Landes NRW. Das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm NRW richtet sich bei Grundschulen an alle Kinder der Klassen eins bis vier, also an die gesamte Grundschule. Für Förderschulen gilt: teilnehmen sollen auf jeden Fall alle Kinder der Primarstufe (eins bis vier). Zudem können Einsteigerklassen und die Klassen fünf und sechs dieser Förderschulen mit einbezogen werden. Oberstufen können nicht berücksichtigt werden.

Mit dem Programm werden jährlich europaweit 150 Millionen Euro Gemeinschaftsbeihilfe für die Mitgliedstaaten bereitgestellt. In der Regel müssen die Mitgliedstaaten 25 Prozent der Kosten aufbringen, die verbleibenden 75 Prozent werden von der Europäischen Union übernommen. Mit beginnendem Schuljahr 2015/2016 wurde das Schulobstprogramm weiter ausgebaut: Deutschland erhält dafür rund 28 Millionen Euro von der EU-Kommission. Das sind rund 50 Prozent mehr als im vorherigen Schuljahr (19,7 Millionen). Erst 2014/2015 hatte die EU ihren Finanzierungsanteil von 50 auf 75 Prozent erhöht und eine Beteiligung für die Länder damit attraktiver gemacht. In Nordrhein-Westfalen werden seit 2010 die fehlenden 25 Prozent aus Landesmitteln ergänzt.

Um an dem Programm teilnehmen zu können, müssen die Mitgliedstaaten für jedes Schuljahr eine Nationale oder Regionale Strategie einreichen, in der sie darlegen, wie das Programm ausgestaltet werden soll. In Deutschland führen die Länder das EU-Schulobstprogramm durch. Diese reichen je nach Ressourcen und regionalen Besonderheiten ihre regionalen Strategien über den Bund bei der Kommission ein. Diese Strategie muss Angaben enthalten über Budget, Zielgruppen, Zeitraum, förderungswürdige Produkte und die geplanten flankierenden Maßnahmen.

Die Schulen werden immer für ein Schuljahr zugelassen. Im Frühjahr können sich die teilnehmenden Schulen über das Online-Rückmeldeverfahren für das nächste Schuljahr anmelden. Eine dauerhafte Teilnahme an dem Programm über mehrere Jahre hinweg ist also möglich. Denn nur mit einer dauerhaften und regelmäßigen Obst- und Gemüseversorgung ist ein nachhaltiger und langfristiger Effekt auf das Ernährungsverhalten der Kinder zu erwarten.

Dreimal pro Woche sollen die Schülerinnen und Schüler daher zugreifen. Alle Schulen, die an dem Programm teilnehmen, erhalten eine Förderung für 300 g pro Schüler pro Woche erhalten. Zugelassene Schulobstlieferanten liefern jede Schulwoche. Zubereitet wird das Obst und Gemüse entweder von den Kindern selbst, von engagierten Eltern oder anderen Personen an der Schule. Die Organisation des Programms vor Ort ist flexibel und individuell möglich. Die Schulen legen fest, was am besten zum Schulalltag passt.

Neben dem Verzehr von Obst und Gemüse legt das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm einen Schwerpunkt auf begleitende Aktionen, wie z. B. die Thematisierung gesunder Ernährung im Unterricht, die Durchführung eines Projekttages, den Besuch einer Landfrau im Unterricht oder die Besichtigung eines landwirtschaftlichen Betriebes.

Das EU-Schulobst- und Gemüseprogramm NRW wird seit dem Frühjahr 2010 vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Anlaufstelle für Schulen ist das MKULNV.
EU-Schulobst- und Gemüseprogramm NRW

Anlaufstelle für Lieferantinnen und Lieferanten ist das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV).
Ansprechpersonen im LANUV zu den einzelnen Förderprogrammen 

Durchführungsbestimmungen hinsichtlich der Gewährung einer Gemeinschaftsbeihilfe für die Abgabe von Obst und Gemüse, verarbeitetem Obst und Gemüse sowie von Bananenerzeugnissen an Kinder in schulischen Einrichtungen im Rahmen eines Schulobstprogramms
Stand: 7. April 2009
Zur Änderung der Verordnung Nr. 288/2009
Stand: 18. Januar 2011
Zur Änderung und Berichtigung der Verordnung Nr. 288/2009
Stand: 22. November 2011
Herausgeber: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
Stand: 24. März 2014
Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Schulobst in Nordrhein-Westfalen (NRW-SchulobstRL) sowie alle nachträglichen Änderungen
Herausgeber: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW
Stand: Dezember 2012
Stand: September 2014