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Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Synergien zwischen Horizont 2020 und den Strukturfonds
Publikationen sowie Glossar der wichtigsten Begriffe und Abkürzungen, Wörterbuch förderrelevanter Begriffe

Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung und Innovation
Hintergründe, "Participant Portal", aktuelle Calls

BundesArbeitsKreis der EU-Referent/innen an Hochschulen in Deutschland (BAK)
Initiierung von EU-Projekten, Verbesserung von Beratungsstrukturen an Hochschulen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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EU-FÖRDERLEITFADEN RUHR

www.europa.rvr.ruhr/foerderleitfaden

B27 // EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“

Das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ (Nachfolgeprogramm des 7. Forschungsrahmenprogramms 2007-2013) dient der Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation. Horizont 2020 führt viele bewährte Programmbereiche aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm, dem Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) und dem Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) fort. Horizont 2020 gilt als Schlüssel zur Schaffung von Wachstum und Arbeitsplätzen in Europa.

Das Programm läuft von 2014 bis 2020.

Horizont 2020 dient der Förderung von Wissenschaft, technologischer Entwicklung und Innovation. Gefördert werden excellente Innovationsvorhaben in internationalen Konsortien. Das breite Spektrum reicht von der Grundlagenforschung bis zu marktnahen Innovationsmaßnahmen ("Verwertung der Projektergebnisse"). Im Vordergrund stehen Kooperationen in Schlüsselbereichen wie z. B. der biomedizinischen, naturwissenschaftlich-technischen, industriellen oder sozioökonomischen Forschung. Fördermittel gibt es auch für exzellent Forschende, für Mobilitätsmaßnahmen, für die Entwicklung von Forschungsinfrastrukturen sowie für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Zentrale Ziele:

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der EU in Wissenschaft und Wirtschaft
  • Beitrag zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen
  • Förderung der wissenschaftlichen Exzellenz
  • Stärkere Einbindung von Unternehmen
  • Abdecken der gesamten Innovationskette: von der Grundlagenforschung bis zur Markteinführung
  • Brückenbildung zu den Strukturfonds

Teilnahmeberechtigt sind Rechtspersonen, die in einem EU-Mitgliedstaat, einem assoziierten Staat oder einem Drittland angesiedelt sind (aufgeführt im Anhang des Arbeitsprogramms, siehe Download).

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Rechtspersonen (privatrechtlich oder öffentlich-rechtliche Einrichtungen). Vertragspartner/-in der Europäischen Kommission ist immer die entsprechende Einrichtung, z. B.:

  • Universität
  • Hochschule
  • Forschungsinstitut
  • Unternehmen
  • Kommunen/Verbände
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs); hier gibt es das spezielle KMU-Instrument

Das Programm umfasst für die Jahre 2014 bis 2020 ein Fördervolumen von über 70 Milliarden Euro für die gesamte EU und ist das weltweit finanzstärkste Forschungsförderprogramm.

20% der Budgets aus den Schwerpunkten 2 und 3 sollen an KMU vergeben werden.

Zum Vergleich: Im Vorgängerprogramm 7. Forschungsrahmenprogramms sind über eine Milliarde Euro nach NRW geflossen. Im Ruhrgebiet haben mit je 32 Millionen die Universitäten Bochum und Duisburg-Essen sowie die Unternehmen Evonik mit 8 Millionen und Taros Chemicals GmbH & Co KG (BioMedizinZentrum Dortmund) mit 7,5 Millionen Euro von dem Programm profitiert.

Programmstruktur von Horizont 2020, Regionalverband Ruhr in Anlehnung an das EU-Büro des BMBF
Programmstruktur von Horizont 2020, Regionalverband Ruhr in Anlehnung an das EU-Büro des BMBF

Die Struktur von Horizont 2020 gliedert sich in drei Schwerpunkte und zusätzlich vier Teilbereiche.

Schwerpunkt I
Wissenschaftsexzellenz: Förderung wissenschaftsgetriebener grundlagenorientierter Forschung

Der Schwerpunkt richtet sich vor allem an Einzelforschende und Verbünde.

  • Der Europäische Forschungsrat (ERC) vergibt individuelle Grants an exzellente Nachwuchskräfte und etablierte Wissenschaftler/-innen mit bahnbrechenden Projektideen.
  • Künftige und neu entstehende Technologien (Future and Emerging Technologies/ FET): Gefördert wird die exzellenzorientierte und visionäre Verbundforschung.
  • Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen fördern die Mobilität von Nachwuchswissenschaftler/-innen.
  • Forschungsinfrastrukturen: Es soll der transnationale Zugang zur Nutzung vorhandener Einrichtungen erleichtert sowie die Schaffung neuer Forschungsinfrastrukturen vorbereitet werden.

Schwerpunkt II
Führende Rolle der Industrie: Förderung der Unterstützung und Vernetzung der industriellen Forschung

Der Schwerpunkt richtet sich vor allem an die Industrie sowie speziell kleine und mittlere Unternehmen.

  • Grundlegende und industrielle Technologien, inklusive Schlüsseltechnologien: Fördergelder für Forschung und Innovation in Bereichen, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie besonders relevant sind (Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), Nanotechnologien, Fortgeschrittene Werkstoffe, Biotechnologie, Fortgeschrittene Fertigung und Verarbeitung, Raumfahrt) 
  • Zugang zur Risikofinanzierung: Kreditfazilitäten und Beteiligungskapital, um Gelder für riskante Forschungs- und Innovationsvorhaben zu generieren
  • Innovation in KMU: Förderung von Begleitmaßnahmen zur Unterstützung der Innovationsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Innovation Management und Key Account Management des Enterprise Europe Network (EEN) sowie die Kofinanzierung von EUROSTARS

Schwerpunkt III
Gesellschaftliche Herausforderungen: Förderung interdisziplinärer und missionsorientierter Forschungs-und Innovationsansätze zur Bewältigung der großen sieben gesellschaftlichen Herausforderungen, die Einzelstaaten alleine nicht lösen können

Der Schwerpunkt richtet sich vor allem an Forschende. Hier können auch Kommunen in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft Herausforderungen angehen.

Die Herausforderungen sind:

  • Gesundheit, demografischer Wandel und Wohlergehen
  • Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, marine, maritime und limnologische Forschung und Biowirtschaft
  • Sichere, saubere und effiziente Energie
  • Intelligenter, umweltfreundlicher und integrierter Verkehr
  • Klimaschutz, Umwelt, Ressourceneffizienz und Rohstoffe
  • Europa in einer sich verändernden Welt: integrative, innovative und reflektierende Gesellschaften
  • Sichere Gesellschaften – Schutz der Freiheit und Sicherheit Europas und seiner Bürger

Weitere vier Teilbereiche von Horizont 2020

  1. Verbreitung von Exzellenz und Ausweitung der Beteiligung (Widening Participation) für gezielte Maßnahmen zur Verfolgung kohäsionspolitischer Ziele
  2. Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft als Fortführung des Programms "Wissenschaft in der Gesellschaft" des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms u. a. zur Steigerung der Akzeptanz von Wissenschaft
  3. Direkte Maßnahmen der Gemeinsamen Forschungsstelle (Joint Research Centre, JRC) außerhalb des Nuklearbereichs
  4. Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT), zur Verzahnung des Wissensdreiecks (Akademische Bildung, Forschung und Innovation)

Bei allen Förderentscheiden gibt es zudem bereichsübergreifende Aspekte und Unterstützungsmaßnahmen. Erläuterungen im Detail hierzu in der Broschüre „Horizont 2020 im Blick“ im pdf-Download (Seite 9).

Für die Schwerpunkte, Einzelziele und Herausforderungen gibt es jeweils sogenannte „work programmes“. In diesen stehen die wesentlichen inhaltlichen Anforderungen an einen Projektantrag. Die jeweils aktuellen „work programmes“ sind auf dem Participant Portal zu finden. 

Die einzelnen Programme werden über Aufrufe (Calls) mit einer festgelegten Abgabefrist gesteuert. Die Aufrufe sind auf dem Participant Portal zu finden. 

Für Kommunen ist besonders der Schwerpunkt III „Gesellschaftliche Herausforderungen“interessant. Bei den anderen Schwerpunkten können Kommunen nur Partner sein.

In der Regel muss immer mindestens eine Partnerin bzw. ein Partner aus der Wissenschaft beteiligt sein. Dies gilt nicht für das KMU-Instrument und Fast Track to Innovation.  

Die Beteiligten bilden gemeinsam ein Konsortium. Dieses muss komplementär sein, d. h. für jedes Arbeitspaket gibt es jeweils eine Expertin bzw. einen Experten.

Die Förderquote kann bis zu 100% der direkten Kosten plus 25% Gemeinkosten betragen.

An einem Kooperationsprojekt in Forschung oder Innovation müssen mindestens drei voneinander unabhängige Einrichtungen aus jeweils drei unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten oder assoziierten Staaten beteiligt sein. Es kann vorteilhaft sein, wenn die Anzahl der Partnereinrichtungen weit über dieser Mindestanforderung liegt. In den Aufrufen/Calls der einzelnen Themen sind zusätzliche Anforderungen an die Teilnahme verankert.

Die frühzeitige Beantragung (vor Antragstellung) eines Participant Identification Code (PIC) ist notwendig.

Das deutsche Beratungssystem zu Horizont 2020 besteht aus unterschiedlichen Komponenten und Ansprechpersonen.
Übersicht der Beratungsstellen auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Übersicht der Beratungsstellen in NRW auf der Website des Ministeriums für Wissenschaft, Innovation und Forschung NRW ("Beratungskarte NRW")

Das EU-Büro des Bundesministerium für Bildung und Forschung fungiert als Front Office (allgemeine Anlaufstelle für alle Erstanfragen zu Horizont 2020) und betreibt die Hotline für übergreifende Informationen und Fragen zu Horizont 2020 (Tel. 0228/ 38 21 2020). Ziel ist es, Interessierte mit den für sie relevanten Fördermaßnahmen, Projektformen und Instrumenten, Antrags- und Begutachtungsverfahren, Beteiligungsregeln und Vertragsmodalitäten vertraut zu machen und sie ggf. an weitere Ansprechpersonen in den thematischen Bereichen des Rahmenprogramms zu vermitteln.
Website des EU-Büros/ des "Front-Office"

Die NRW.Europa-Experten der ZENIT GmbH beraten KMU, die sich an Horizon 2020-Ausschreibungen beteiligen möchten: Horizont 2020-Hotline: 0208/30004-2020
Enterprise Europe Network NRW

Das European Project Office Rhein-Ruhr (EPORR) unterstützt Wissenschaftler/-innen der Universität Essen-Duisburg sowie der Technischen Universität Dortmund bei der Planung und Durchführung europäischer Forschungsprojekte.
European Project Office Rhein-Ruhr (EPORR)

Broschüre des Bundesarbeitskreises der EU-Referentinnen und EU-Referenten der deutschen Hochschulen (BAK) gemeinsam mit der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi)
Factsheet der Europäischen Kommission vom 25. Juli 2016
Verordnung (EU) Nr. 1291/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2013 über das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 (2014-2020) und zur Aufhebung des Beschlusses Nr. 1982/2006/EG Text von Bedeutung für den EWR
Präsentation Wolfgang Burtscher, stellvertretender Generaldirektor der GD Forschung und Innovation der Europäischen Kommission
Innovationsstrategie NRW (Wissenschaftsministerium gemeinsam mit allen Ressorts, die in die EFRE-Förderung 2014 bis 2020 eingebunden sein werden); Beschluss des Kabinetts NRW vom 16.12.2014
Broschüre des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (Stand 11/ 2013)
Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Februar 2014
Broschüre, herausgegeben von der NRW.Bank unter Mitarbeit der ZENIT GmbH
Europäischen Kommission, August2014
Herausgegeben von der "Fondation Sciences Citoyennes" (Paris).
Ziel: Organisationen der Zivilgesellschaft/ NGOs sollen einen guten Einstieg in die europäische Forschungsförderung erhalten. Die Publikation umfasst einen Überblick über Horizont 2020, den europäischen Kontext, Beteiligungsmöglichkeiten etc
Broschüre der Europäischen Kommission/ Generaldirektion Forschung und Innovation, Stand 2014
Aktualisierung Juli 2017