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EU-FÖRDERLEITFADEN RUHR

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B25 // Erasmus+ JUGEND IN AKTION

Innerhalb von Erasmus+ ist JUGEND IN AKTION das Förderprogramm für alle jungen Menschen im Bereich der nicht formalen und informellen Bildung. Es fördert ihre Kompetenzen, ihren Start ins Berufsleben, ihr Engagement für Europa und für die Gesellschaft.

Für einen allgemeinen Überblick über Erasmus+ siehe B20 // Erasmus+ im Überblick.

Das Programm läuft von 2014 bis 2020.

Zentrale Ziele von JUGEND IN AKTION sind:

  • Praktizieren neuer Formen nicht formaler Bildung in der internationalen Jugendarbeit
  • Erfahrung und Vermittlung eines lebendigen Europas in gezielt geförderten Projekten Fortbildungs- und Vernetzungsangeboten
  • Junge Menschen sollen Mobilitätserfahrungen in Europa zur Stärkung von Eigeninitiative und Kreativität und zur Gewinnung von wichtigen Schlüsselqualifikationen für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung sammeln.
  • Junge Europäerinnen und Europäer sollen Lust bekommen, die Zukunft der EU mitzugestalten, und das Gefühl einer aktiven europäischen Bürgerschaft bekommen.
  • Jugendorganisationen, Fachkräfte der Jugendarbeit, Träger/-innen der freien Jugendhilfe, Organisationen im Jugendbereich sowie lokale, kommunale und regionale Behörden sollen in ihrer alltäglichen Arbeit grenzüberschreitende Kooperation und europäischer Erfahrungsaustausch ermöglicht werden.

Die EU-Jugendstrategie benennt acht Handlungsfelder, in denen die Mitgliedstaaten und ihre Akteurinnen und Akteure jugendpolitisch bis 2018 vorrangig zusammenarbeiten sollen:

  1. Förderung europäischer Jugendprojekte durch Erasmus+
  2. Aktive Europäische Bürgerschaft
  3. Anerkennung nicht formalen und informellen Lernens
  4. Chancengleichheit und Diversität
  5. Jugendpolitik in Europa
  6. Lernerfahrungen durch grenzüberschreitende Mobilität
  7. Partizipation junger Menschen an Politik und Gesellschaft
  8. Qualifizierung der Jugendhilfe
  • Alle Mitgliedsstaaten der EU und einzelne Länder außerhalb der EU ("Programmländer")
  • Benachbarte Partnerländer der EU
  • weitere Partnerländer

Die Details sind im Programmleitfaden Erasmus+ (Teil A) beschrieben (siehe Download).

Zum Beispiel können Einrichtungen aus Partnerländern (u. a. Nicht-EU-Länder und Staaten anderer Kontinente) nur an einer Strategischen Partnerschaft in der beruflichen Bildung/ Erwachsenenbildung teilnehmen, wenn sie einen spezifischen Mehrwert für das Projekt erbringen, die ansonsten keine Einrichtung aus einem Programmland leisten kann.

Die Schweiz hat im Rahmen von Erasmus+ den Status eines Partnerlandes (siehe Leaflet im Download).

Je nach Aktion und Projekt richtet sich dieser Programmteil an Jugendliche und junge Menschen zwischen 13 und 30 Jahren in den Lebensphasen Schule, Ausbildung, Studium, Beruf.

Erasmus+ ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,7 Milliarden Euro ausgestattet. Darüber hinaus wurden 1,68 Milliarden Euro für die Finanzierung von Maßnahmen mit Drittländern (Partnerländern) aus den Haushaltsmitteln für das auswärtige Handeln der EU bereitgestellt.

Informationen über das für die Aktionen jeweils verfügbare Budget, die geplante Anzahl von Projekten, für die eine Finanzhilfe gewährt werden soll, sowie vorläufige durchschnittliche Finanzhilfen werden im jährlichen Arbeitsprogramm Erasmus+ veröffentlicht.

In drei Leitaktionen können Projekte beantragt werden:

Leitaktion 1: Lernmobilität von Einzelpersonen
Ein Jugendmobilitätsprojekt kann eine oder mehrere der folgenden drei Aktivitäten umfassen.

  • Jugendbegegnungen: Während einer Jugendbegegnung können Jugendliche innerhalb kurzer Zeit ihre Kompetenzen ausbauen, interkulturelle Erfahrungen machen, neue Sichtweisen kennenlernen, Solidarität und europäisches Miteinander erfahren. Insbesondere diejenigen Jugendlichen werden gefördert, die sonst nur wenige Chancen zu internationalem Austausch haben.
  • Europäischer Freiwilligendienst: Mit dem Europäischen Freiwilligendienst (EFD) arbeiten und leben junge Menschen für eine bestimmte Zeit in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland. Sie sammeln neue Ideen, neue Perspektiven, neue Erfahrungen.
  • Mobilitätsmaßnahmen für Fachkräfte der Jugendarbeit: gefördert werden Seminare, Trainings, Partnerkontaktseminare, Studienreisen und Job-Shadowing-Maßnahmen. Ziel ist es, die Qualitätsentwicklung von Jugendarbeit in Europa zu fördern.

Leitaktion 2: Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und bewährten Verfahren

  • Strategische Partnerschaften: Gefördert werden innovative Projekte, die mittel- und langfristig angelegt sind. Sie alle sollen die Qualität im Bildungs- und Jugendbereich steigern.
  • Transnationale Jugendinitiativen: Gefördert werden eigene von Jugendlichen entwickelte Projekte. Zur Förderung des interkulturellen Verständnisses werden darüber hinaus Themen gefördert, die lokal von Bedeutung sind und in einem europäischen Kontext diskutiert und behandelt werden sollen.

Leitaktion 3: Unterstützung politischer Reformen

  • Strukturierter Dialog: Gefördert werden Projekte, in denen sich Jugendliche in die Diskussion über Europa Zukunft einbringen.

An drei Terminen im Jahr können in drei verschiedenen Leitaktionen Projekte beantragt werden.

Die frühzeitige Beantragung (vor Antragstellung) eines Participant Identification Code (PIC)  ist notwendig.

Jugend für Europa (JfE) versteht sich als Zentrum für europäische Jugendpolitik und Jugendarbeit. Als Nationalagentur setzt JfE das EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION in Deutschland verantwortlich um, d. h. sie informiert über Ziele, Möglichkeiten, Richtlinien und Schwerpunkte von JUGEND IN AKTION und berät Menschen und Einrichtungen bei der Planung, Durchführung und Weiterentwicklung ihrer Projekte.
Website der Nationalen Agentur Erasmus+ JUGEND IN AKTON (JfE)


Informationen über das Programm, Fördermöglichkeiten, Fristen sowie FAQs
Offizielle Website zu JUGEND IN AKTION

Das SALTO Centre für Training und Kooperation (Support for Advanced Learning & Training Opportunities) hat die Aufgabe, die Qualität der geförderten Projekte im Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION zu verbessern. Hierfür entwickelt SALTO spezielle Trainingskurse.
SALTO Centre für Training und Kooperation


Mit der EU-Jugendstrategie wollen bis 2018 alle Länder der Europäischen Union die Situation junger Menschen verbessern.
Service- und Transferstelle EU-Jugendstrategie

Enthält einen allgemeinen Überblick über das Programm, spezifische Informationen über die im Leitfaden behandelten Aktionen des Programms, ausführliche Informationen über Verfahren zur Beantragung von Finanzmitteln und über die Auswahl von Projekten sowie über die finanziellen und administrativen Voraussetzungen für die Bewilligung.
(Stand: Oktober 2016)
Ein Arbeitspapier von JUGEND für Europa. Veröffentlicht: 31. März 2014; Herausgeber: JUGEND für Europa
Fördermöglichkeiten, Serviceangebote und Wirkungen von Erasmus+ JUGEND IN AKTION
Broschüre der Nationalen Agentur Erasmus + JUGEND IN AKTION
Stand: Januar 2015
Relevant für alle Förderprogramme bei denen die Verbreitung und Nutzbarmachung von Projektergebnissen gefordert wird: Beschreibung der wichtigsten Elemente des Verbreitungsprozesses eigener Projektergebnisse bzw. des Nutzens von Projektergebnissen anderer im Bereich der Strategischen Partnerschaften von Erasmus+; zudem: Good-Practice-Beispiele zur Veranschaulichung der Hinweise, Anhang mit Arbeitsvorlagen, Glossar mit wichtigen Begriffen.
Inhalte, Fristen, geförderte Maßnahmen, Budget