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Europäische Kommission - Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Informationen zum Gesundheitsprogramm im Überblick

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EU-FÖRDERLEITFADEN RUHR

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B16 // Drittes Gesundheitsprogramm der EU im Bereich Gesundheit

Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise soll das dritte Gesundheitsprogramm der EU im Bereich Gesundheit dazu beitragen, durch Maßnahmen im Rahmen verschiedener Ziele gesundheitliche Ungleichheiten abzu­bauen. Zu den geförderten Maßnahmen können Vorsorgekampagnen gegen chronische Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Adipositas und altersbedingte Erkrankungen sowie Aufklärungskampagnen zu Alkohol-, Medikamenten- und Drogenmissbrauch und falsche Ernährung und Bewegungsarmut gehören.

Unterstützt werden zudem die Abwehr von grenzüberschreitenden Krankheiten wie Pandemien, die medizinische Versorgung von EU-Bürgerinnen und Bürgern außerhalb ihres eigenen Heimatlandes sowie die Arbeit von Patientenorganisationen.

Die vom Programm geförderten Maßnahmen müssen einen zusätzlichen Mehrwert auf europäischer Ebene beinhalten und Entwicklungen auf europäischer Ebene im Bereich der öffentli­chen Gesundheit fördern. Nationale Maßnahmen können aus dem Programm nicht gefördert wer­den.

Das Programm läuft von 2014 bis 2020.

Das Programm verfolgt vier übergeordnete Ziele:

  1. Gesundheitsförderung, Prävention von Krankheiten und Schaffung eines günstigen Umfelds für eine gesunde Lebensführung unter Berücksichtigung des Grundsatzes "Einbeziehung von Gesundheitsfragen in alle Politikbereiche"
  2. Schutz der EU-Bürgerinnen und Bürger vor schwerwiegenden grenzübergreifenden Gesundheitsgefahren
  3. Beitrag zu innovativen, effizienten und nachhaltigen Gesundheitssystemen
  4. Erleichterung des Zugangs zu besserer und sichererer Gesundheitsversorgung für die EU-Bürgerinnen und Bürger 

Teilnehmen können Organisationen aus den EU-Mitgliedstaaten, den EWR-Ländern (nur Island und Norwegen), den Ländern der Europäischen Nachbarschaftspolitik und den Ländern des westlichen Balkans, je nachdem, welche spezifischen Abkommen mit der EU bestehen.

Projekte beantragen können:

  • Einrichtungen mit Rechtspersönlichkeit wie z.B. Behörden und öffentliche Stellen
  • Forschungseinrichtungen
  • Gesundheitseinrichtungen
  • Universitäten
  • Hochschulen
  • Unternehmen
  • Nichtregierungsorganisationen

Die Teilnahmebedingungen sind je nach Finanzierung der jeweiligen Initiative unterschiedlich. Einzelheiten finden sich im jährlichen Arbeitsplan und in den jährlich veröffentlichten Ausschreibungen zur Einreichung von Vorschlägen.

Insgesamt 449,4 Millionen Euro stehen europaweit für den gesamten Förderzeitraum zur Verfügung.

Zu den vier Einzelzielen gibt es 23 thematische Schwerpunkte (siehe Factsheet unter Dokumente zum Download auf dieser Website.), die zur Verbesserung und zum Schutz der menschlichen Gesundheit beitragen und den EU-Ländern dabei helfen, ihre Gesundheitssysteme innovativ und tragfähig zu gestalten.

Aus der  Zusammenfassung des Anhangs zum  Arbeitsplan 2016 (siehe  Dokumente zum Download auf dieser Website) geht unter anderem hervor, das als Finanzhilfen für Projekte folgende Maßnahmen in 2016 finanziert werden sollen:

  • bewährte Verfahren bei der Versorgung schutzbedürftiger Migranten und Flüchtlinge
  • Kenntnisse und bewährte Verfahren im Bereich Verringerung des Alkoholkonsums und episodischer Alkoholexzesse bei Minderjährigen
  • Kenntnisse und bewährte Praktiken im Bereich Maßnahmen zur Prävention des illegalen Drogenkonsums
  • Bewältigung der mit chronischen Krankheiten verbundenen Herausforderungen
  • Europäische Referenznetzwerke
  • seltene Krankheiten – Unterstützung für neue Registrierungen
  • Spenderauswahl und Spenderschutz

Es müssen Partner/-innen aus mindestens drei Ländern an einem Projekt beteiligt sein.

Innerhalb der Programmlaufzeit werden jährlich Aktionsprogramme beschlossen, welche die vorrangigen Aktivitäten für die jährlichen Ausschreibungen zur Einreichung von Vorschlägen sowie die Zuteilung der verschiedenen Finanzierungsinstrumente (Projekte, Konferenzen, Betriebskostenzuschüsse, gemeinsame Aktionen) zu den einzelnen Maßnahmen beschreiben.

Diese Aktionsprogramme werden auf der Website der Chafea veröffentlicht bzw. stehen unter Dokumente zum Download auf dieser Website.

Die frühzeitige Beantragung (vor Antragstellung) eines Participant Identification Code (PIC) ist notwendig.

Die Mitgliedstaaten benennen nationale Kontaktstellen (National Focal Points). Ihr Auftrag besteht darin, das Programm und seine Ergebnisse in ihren Ländern bekannt zu machen. In Deutschland ist die Nationale Kontaktstelle beim Bundesministerium für Gesundheit im Referat Grundsatzfragen, Gesundheitsberichterstattung, Europäische und internationale Angelegenheiten angesiedelt.
Kontakt zum Bundesministerium für Gesundheit/ Referat Grundsatzfragen, Gesundheitsberichterstattung, Europäische und internationale Angelegenheiten

Die meisten Fragen lassen sich durch die Website der Chafea oder durch eine persönliche Kontaktaufnahme mit der Chafea beantworten. Die Exekutivagentur Verbraucher, Gesundheit, Landwirtschaft und Ernährung (Consumers, Health, Agriculture and Food Executive Agency/ Chafea) in Luxemburg hat am 1. Januar 2014 die Arbeit der Vorgängeragentur Gesundheit und Verbraucher übernommen. Die Chafea ist zuständig für die Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für Projekte, verteilt Zuschüsse, veranstaltet Konferenzen und pflegt Beziehungen zu denen, die Mitteln aus dem Gesundheitsprogramm empfangen. 
Exekutivagentur Verbraucher, Gesundheit und Ernährung - Consumers, Health and Food Executive Agency (Chafea)
FAQs auf der Website der Chafea

Verordnung (EU) Nr. 282/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2014 über ein drittes Aktionsprogramm der Union im Bereich der Gesundheit (2014-2020) und zur Aufhebung des Beschlusses Nr. 1350/2007/EG Text von Bedeutung für den EWR
Zusammenfassung des Anhangs (Deutsch), Durchführungsbeschluss der Europäischen Kommission (1.3.2016), Anhang (Englisch)
Fragen und Antworten zum Programm (Englisch), 26. Februar 2014
Aufbau, Ziele, Funktionsweise des Programms (Englisch), Stand: April 2014
u.a. Auflistung der thematischen Prioritäten (Englisch)
Informationen zur Einreichung von Vorschlägen/ Finanzhilfen für Projekte
Europäischer Mehrwert im Rahmen des Programms Gesundheit für Wachstum