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Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen
Informationen zu allen INTERREG-Programmen

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EU-FÖRDERLEITFADEN RUHR

www.europa.rvr.ruhr/foerderleitfaden

A9 // Interreg B

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt Kooperationen im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ). Sie sollen das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Potenzial von Grenzregionen, Nachbarstaaten und europäischen Regionen stärken. Dabei unterscheidet man zwischen grenzüberschreitender (Interreg A), transnationaler (Interreg B und Interreg B - Nationale Förderung des Bundes) und interregionaler (Interreg Europe) Kooperation.

Das Programm Interreg B fördert die staatenübergreifende Zusammenarbeit zwischen nationalen, regionalen und lokalen Behörden, Forschungseinrichtungen, Verbänden, Organisationen und privaten Einrichtungen in transnationalen Kooperationsräumen. Ziel ist es, in gemeinsamen Projekten Erfahrungen auszutauschen und mit europäischen Partnerinnen und Partnern neue Strategien, Dienstleistungen und Produkte zu entwickeln und zu erproben. Die möglichen Themen der Zusammenarbeit werden in den jeweiligen Kooperationsprogrammen definiert.

Die Metropole Ruhr ist Teil des transnationalen Kooperationsprogramms Nordwesteuropa (NWE), einem von sechs transnationalen Programmen mit deutscher Beteiligung.

Das Programm läuft von 2014 bis 2020.

Allgemeine Ziele von Interreg B
Interreg B bietet öffentlichen Einrichtungen auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene, ebenso wie Verbänden, Organisationen und privaten Einrichtungen, eine finanzielle Unterstützung, um in gemeinsamen Projekten Erfahrungen auszutauschen und mit europäischen Partnerinnen und Partnern neue Strategien, Dienstleistungen und Produkte zu entwickeln und zu erproben. Es werden grundsätzlich nur transnationale Projekte gefördert.

Kennzeichen transnationaler Projekte

  • Transnational: Mitwirken von Beteiligten aus mindestens drei Staaten / Bilden einer transnationalen Projektgruppe
  • Territorial: Behandlung von Herausforderungen und Problemen mit spezifischer Bedeutung und/oder Wirkung für den Programmraum oder größerer Teile davon
  • Prozessual: Gewährleistung gemeinsamer transnationaler Projektentwicklung, Durchführung, Finanzierung und Umsetzung
  • Erarbeitung von exemplarischen Lösungen und Verbreitung der Ergebnisse, Erfahrungen und Lernprozesse an Dritte ("beispielgebend und übertragbar")

Mit vergleichsweise wenig Geld können diese Projekte europaweit viele Hebel in Gang setzen, um Investitionen anzuschieben, Wissen zu bündeln und langfristige Netzwerke aufzubauen. Transnationale Zusammenarbeit trägt auch dazu bei, die Europakompetenz der Städte und Regionen zu erhöhen.

Die Themen der transnationalen Zusammenarbeit werden aufgrund der spezifischen räumlichen Herausforderungen im Programmraum im jeweiligen Kooperationsprogramm festgelegt.

Thematische Ziele für den Programmraum Nordwesteuropa (NWE)
Viele der wirtschaftsstärksten Regionen Europas liegen in Nordwesteuropa, das als hochgradig dynamisch gilt. Geprägt durch viele Metropolen, Groß- und Mittelstädte auf relativ engem Raum, ist er mit seinen ca. 180 Millionen Einwohnern der urbanste und am dichtesten besiedelte Interreg-Programmraum.

Übergeordnete Programmziele:

  • NWE zu einem der Schlüsselakteure der Weltwirtschaft und zu einem attraktiven Ort zum Arbeiten und Leben machen
  • Stärkung des territorialen Zusammenhalts in NWE durch transnationale Partnerschaften in den Bereichen Innovation, CO₂-arme Wirtschaft und Ressourceneffizienz

Nordrhein-Westfalen liegt im Interreg B-Programmraum Nordwesteuropa (NWE). Daher ist der NWE-Programmraum für das gesamte Ruhrgebiet interessant.

Der Programmraum umfasst Belgien, Großbritannien, Irland, Luxemburg, die Schweiz sowie Regionen in Frankreich, den Niederlanden und in Deutschland. Aus Deutschland sind Akteurinnen und Akteure aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern (Regierungsbezirke Ober-, Mittel-, Unterfranken und Schwaben) förderfähig.

Interreg-B-Programmraum Nordwesteuropa
Interreg-B-Programmraum Nordwesteuropa

Förderfähige Projektbeteiligte können sein:

  • Körperschaften des Bundes, der Länder, der Regionen
  • Kommunen
  • Universitäten
  • Nichtregierungsorganisationen
  • kleine und mittlere Unternehmen
  • Forschungseinrichtungen
  • andere private Einrichtungen

Die transnationale Projektgruppe muss einen sogenannten Lead Partner benennen, der die inhaltliche, organisatorische und finanzielle Gesamtverantwortung für das Projekt trägt. Private können in der Regel nicht die Funktion des Lead Partners übernehmen.

Die Beteiligten sollten in demselben Programmraum ansässig sein.

An jedem Projekt müssen Partner/-innen aus mindestens drei verschiedenen Ländern teilnehmen.

Insgesamt stehen bis zum Jahr 2020 ca. 396 Millionen Euro EU-Fördermittel für Nordwesteuropa zur Verfügung. Um EU-Fördermittel zu erhalten, müssen mindestens 40% der gesamten Projektkosten von den Antragstellenden getragen werden. Die Kofinanzierung kann durch öffentliche und private Mittel erfolgen. Gefördert werden u. a. Personalkosten, Veranstaltungskosten, Reisekosten, Investitionen. Gemeinkosten können voraussichtlich pauschal mit 15% der Personalkosten abgerechnet werden.

Die Mittel werden im Wettbewerb vergeben, das heißt nur die besten Projektideen werden unterstützt, unabhängig davon, in welchen Staaten die Projekte durchgeführt werden. Deshalb steht noch nicht fest, wie viele Mittel an deutsche Beteiligte vergeben werden.

Prioritätsachsen und Investitionsziele für den Programmraum Nord-Westeuropa
Stand: Juni 2015

1. Priorität: Innovation
Verbesserung der Innovationsleistung durch internationale Zusammenarbeit in Nord-Westeuropa

  • Stärkung der Kapazitäten von Regionen zur Verbesserung ihrer Innovationsleistung
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen
  • Erbringung von sozialen Vorteilen durch Innovation

2. Priorität: CO₂-arme Wirtschaft
Verringerung von Treibhausgasemissionen durch internationale Zusammenarbeit in Nord-Westeuropa

  • Umsetzung von städtischen und regionalen Strategien zum Klimaschutz, zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zur Minimierung des CO₂-Ausstoßes
  • Umsetzung von kombinierten Lösungen zu Klimaschutz und Klimaanpassung
  • Anwendung CO₂-armer Technologien, Produkte, Prozesse und Dienstleistungen
  • Umsetzung transnationaler Lösungen für CO₂-arme Verkehrssysteme und ein optimiertes Verkehrsmanagement

3. Priorität: Ressourceneffizienz und (Wieder-) Verwertung von Rohstoffen
Steigerung der Ressourceneffizienz durch internationale Zusammenarbeit in Nord-Westeuropa

  • Umsetzung neuer Technologien, Dienstleistungen, Produkte und Prozesse zur Optimierung der (Wieder-)Verwertung von Materialien und natürlichen Ressourcen

Das geplante Vorhaben muss von einer transnationalen Projektgruppe durchgeführt werden, die aus Beteiligten mehrerer Länder besteht, von denen einer zum sogenannten Lead Partner benannt werden muss. Dieser trägt die inhaltliche, organisatorische und finanzielle Gesamtverantwortung für das Projekt. Die Beteiligten sollten in demselben Programmraum ansässig sein. An jedem Projekt müssen Partner/-innen aus mindestens drei verschiedenen Ländern teilnehmen. Private können in der Regel nicht die Funktion des Lead Partners übernehmen.

In der Regel sollen zweimal pro Jahr in einem zweistufigen Antragsverfahren Projektaufrufe erfolgen.

Um EU-Fördermittel zu erhalten, müssen mindestens 40 % der gesamten Projektkosten von den Antragstellenden  getragen werden. Gefördert werden u. a. Personalkosten, Veranstaltungskosten, Reisekosten, Investitionen. Gemeinkosten können voraussichtlich pauschal mit 15 % der Personalkosten abgerechnet werden. Die Kofinanzierung kann durch öffentliche und private Mittel erfolgen.

In engem Zusammenhang mit Interreg B steht auch Interreg B - Nationale Förderung des Bundes

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) bietet mit einer zentralen Informationsplattform Informationen rund um die transnationale Zusammenarbeit (Interreg B) an.  
Website des BBSR zu INTERREG B

Darüber hinaus organisiert das BBSR den bundesweiten Austausch, vertritt den Bund in den Lenkungsausschüssen und unterstützt im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Projekte von besonderem Bundesinteresse im Rahmen des Bundesprogramms "Transnationale Zusammenarbeit".
A10 // Interreg B – Nationale Förderung des Bundes

Die deutsche nationale Kontaktstelle Interreg B Nordwesteuropa steht für konkrete Informationen und Beratung zur Verfügung (Deutscher National Contact Point Interreg NWE 2014-2020 im Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz).
Mail an die deutsche nationale Kontaktstelle Intereg B Nordwesteuropa

Zur landespolitischen Einordnung eines geplanten Projektes gibt es in NRW konkrete Ansprechpersonen im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen:
Ansprechpersonen in NRW für die Interreg-Programme

Eine Übersicht aller Ansprechpersonen in Deutschland ist hier verfügbar:
Übersicht aller Ansprechpersonen auf der Website des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)


Antragstellung und Projektbegleitung laufen über das Programmsekretariat in Lille (Frankreich).
Programmwebsite
Ansprechpersonen im Programmsekretariat

Gesamtprogramm für den Programmraum Nordwesteuropa: Enthält als wichtigstes Grundlagendokument alle Informationen zur strategischen Ausrichtung (Stand: 18. Juni 2015)
Enthält als weiteres wichtiges Grundlagendokument alle „technischen“ Hinweise zu den Projekten, wie z. B. Aufbau eines Antrags, Förderfähigkeit usw. (Stand: 7. April 2015)
Zusammenfassung des Programms mit den wichtigsten Informationen für (potenzielle) Projektpartner (Stand: 11. März 2015)
Zusammenfassung des Programms (Stand: Oktober 2014)
Herausgeber: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Stand: September 2015
Herausgeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Die Broschüre gibt einen Überblick darüber, wie Kommunen und Regionen im Rahmen von Interreg IV B nachhaltiges Wachstum fördern und marine Ressourcen nutzen können.
politisch-strategische Rahmen, Bewertung der transnationalen Bezüge, bisherige Ergebnisse transnationaler Projekte, Relevanz in der aktuellen Förderperiode
politisch-strategische Rahmen, Bewertung der transnationalen Bezüge, bisherige Ergebnisse transnationaler Projekte, Relevanz in der aktuellen Förderperiode
politisch-strategische Rahmen, Bewertung der transnationalen Bezüge, bisherige Ergebnisse transnationaler Projekte, Relevanz in der aktuellen Förderperiode
politisch-strategische Rahmen, Bewertung der transnationalen Bezüge, bisherige Ergebnisse transnationaler Projekte, Relevanz in der aktuellen Förderperiode
politisch-strategische Rahmen, Bewertung der transnationalen Bezüge, bisherige Ergebnisse transnationaler Projekte, Relevanz in der aktuellen Förderperiode