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A4 // ELER in NRW mit der Maßnahme LEADER – Europäischer Landwirtschaftsfonds in NRW 2014–2020

Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) ist – neben den Direktzahlungen an die Landwirtschaft – die zweite Säule der europäischen Agrarpolitik. Das Land NRW setzt mit dem „NRW-Programm Ländlicher Raum 2014-2020“ die Förderung der Europäischen Union mit einem Bündel unterschiedlicher Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen um.

Gefördert werden Leistungen der Land- und Forstwirtschaft, die dem Natur- und Artenschutz, einer vitalen Umwelt, dem ökologischen Landbau sowie der Klimaanpassung der heimischen Wälder dienen. Zudem werden tiergerechte Haltungsformen von Nutztieren unterstützt sowie Bildungsangebote und Netzwerke von Wissenschaft und Praxis gefördert. Hinzu kommen Themen wie Dorfentwicklung (insbesondere Breitbandversorgung für schnelles Internet) sowie neue Projekte der Zusammenarbeit von Trägerinnen und Trägern der Wohlfahrtspflege und Kommunen zur frühen Hilfen für Kinder und Familien.

Das Programm läuft von 2014 bis 2020.

Das Programm greift gemäß Kabinettbeschluss und in Abstimmung mit den über 70 Wirtschafts-, Sozial- und Umweltorganisationen in Nordrhein-Westfalen alle sechs Prioritäten auf, die seitens der EU zur Förderung angeboten wurden. Diese sechs Prioritäten unterteilen sich weiter in Schwerpunktbereiche, denen unterschiedliche Maßnahmen zugeordnet werden.

Schema der Interventionslogik des NRW-Programms Ländlicher Raum 2014–2020 (ELER NRW); Prioritäten 1 bis 3
Schema der Interventionslogik des NRW-Programms Ländlicher Raum 2014–2020 (ELER NRW); Prioritäten 1 bis 3
Schema der Interventionslogik des NRW-Programms Ländlicher Raum 2014–2020 (ELER NRW); Prioritäten 4 bis 6
Schema der Interventionslogik des NRW-Programms Ländlicher Raum 2014–2020 (ELER NRW); Prioritäten 4 bis 6

Ein neu entwickelter Förderbaustein zur präventiven Politik ermöglicht es in Zusammenarbeit von kommunalen und freien Trägerinnen und Trägern niedrigschwellige Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien nach lokalem Bedarf zu entwickeln.

Integrierter Ansatz
Das NRW-Programm Ländlicher Raum 2014-2020, der ELER NRW, ist Teil eines integrierten Einsatzes der Europäischen Strukturfonds EFRE, ESF und ELER. Häufig sind die angestrebten Ziele nur durch einen kombinierten Einsatz des EFRE, des ESF und/oder des ELER zu erreichen. Wo immer es möglich ist, sollen daher die drei Europäischen Strukturfonds miteinander kombiniert werden ("integrierter Ansatz"). Ein Beispiel ist der gemeinsame Aufruf der Programme des EFRE, des ELER und des ESF zur präventiven und nachhaltigen Entwicklung von Quartieren und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung ("Starke Quartiere – starke Menschen"), Dokumente siehe Download.

Mit der Maßnahme LEADER (französich: Liaison entre actions de développement de l'économie rurale; deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) werden Gemeinden und kleine Städte gefördert, die in integrierten Konzepten die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen angehen. Insgesamt wird dieser Baustein des NRW-Programms deutlich ausgebaut. Sowohl der Einsatz der EU-Mittel als auch die Zahl der geförderten Regionen (28 statt bislang 12) wird im Vergleich zur letzten Förderperiode verdoppelt.

Thematische Schwerpunkte:

  • Folgen des demographischen Wandels
  • Daseinsvorsorge anpassen
  • Lebensqualität sichern
  • Prävention und Armutsbekämpfung
  • Modelle für Gesundheitsversorgung
  • Tourismus
  • neue Formen der Mobilität
  • Energiewende und Förderung des Ehrenamtes

Das NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014-2020“ gilt für NRW und dort grundsätzlich für die gesamte Landesfläche. Einzelne Maßnahmen und Teilmaßnahmen sind jedoch nur in der „Gebietskulisse Ländlicher Raum“ förderfähig. Welche Maßnahmen dies sind und wie die „Gebietskulisse Ländlicher Raum“ abgegrenzt ist, ist im Kapitel acht des „NRW-Programms Ländlicher Raum 2014-2020“ dargestellt (siehe Download).

Je nach Maßnahme in den einzelnen Prioritäten sind unterschiedliche Personengruppen antragsberechtigt. Zu diesen zählen u. a.:

  • Anbieter/-innen von Bildungsmaßnahmen (Dienstleister)
  • Anbieter/-innen von Beratungsmaßnahmen
  • Unternehmen, die landwirtschaftlich tätig sind
  • Landwirtinnen, Landwirte und andere Landnutzer
  • Kleinst- und Kleinunternehmen
  • Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse
  • Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, Teilnehmergemeinschaften nach dem Flurbereinigungsgesetz, Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie Einzelwaldbesitzer, Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen
  • Gemeindeverbände, Träger/-innen von Naturparken, Biologische Stationen
  • Gemeinden und Kreise
  • Kreise, kreisangehörige Gemeinden und Gemeindeverbände mit freien Trägerinnen und Trägern aus den Bereichen Familienbildung, Familienberatung, Familienzentren, Jugendhilfe, Gesundheit, Soziales und Bildung in den von der Gebietskulisse ländlicher Raum beschriebenen Kommunen
  • lokale Aktionsgruppen
  • natürliche und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts

Im Mai 2015 wurden 28 Zusammenschlüsse aus Dörfern und Gemeinden der ländlichen Regionen in NRW für eine Förderung ausgewählt. Den ausgewählten Regionen, die sich im Rahmen eines Förderwettbewerbs mit insgesamt 43 Teilnehmern durchgesetzt haben, stehen nun bis zum Jahr 2020 zusammen rund 75 Millionen Euro zur Verfügung, um ihre Ideen und Strategien für die Entwicklung ihrer Region zu realisieren (Gesamtliste siehe Download).

Aus der Metropole Ruhr werden folgende Regionen gefördert:

  • Lippe-Issel-Niederrhein (Hamminkeln, Hünxe, Schermbeck, Voerde, Wesel): 2,7 Millionen Euro
  • Börde trifft Ruhr (u.a. Fröndenberg): 2,7 Millionen Euro
  • Niederrhein - natürlich lebendig (Alpen, Rheinberg, Sonsbeck, Xanten): 2,3 Millionen Euro

Für NRW stehen insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Davon stellt die EU 618 Millionen Euro bereit, Bund und Land NRW gemeinsam 560 Millionen.

Je nach Maßnahmen bzw. Teilmaßnahme werden Summen zwischen 1.500 Euro und 750.000 Euro als Zuschuss bzw. Projektförderung gewährt.

Budgetaufteilung

  • Förderung umwelt- und klimabezogener Maßnahmen (Leistungen der Land- und Forstwirtschaft, die dem Natur- und Artenschutz in der Landwirtschaft, einer vitalen Umwelt sowie der Klimaanpassung der NRW-Wälder dienen): Über alle Programmbereiche verteilt sind Fördergelder in Höhe von insgesamt rund 650 Millionen Euro für diese Maßnahmen vorgesehen.
  • Dorfentwicklung und Breitbandversorgung für schnelles Internet: rund 70 Millionen Euro.
  • Interkommunale Zusammenarbeit für Lebensqualität, Wirtschaft und neue soziale Fragen: rund 70 Millionen Euro.
  • LEADER-Regionen: Bis zum Jahr 2020 stehen den 28 ausgewählten Zusammenschlüssen aus Dörfern und Gemeinden der ländlichen Regionen in NRW rund 75 Millionen Euro zur Verfügung. (Abhängig von der Einwohnerzahl kann je LEADER-Region eine Förderung zwischen 2,7 und 3,1 Millionen Euro erfolgen.)
  • Förderung tiergerechter Haltungsformen von Nutztieren, Investitionen in landwirtschaftliche Betriebe mit der Ausrichtung auf Tier-, Umwelt-, Klima- oder Verbraucherschutz, Verarbeitungs- und Vermarktungsmaßnahmen, Maßnahmen zur Beratung, Bildung, Innovation und kleineren Infrastrukturmaßnahmen: 280 Millionen Euro.

Das NRW-Programm Ländlicher Raum 2014 –2020, der ELER NRW, ist Teil eines integrierten Einsatzes der Europäischen Strukturfonds EFRE, ESF und ELER. Häufig sind die angestrebten Ziele nur durch einen kombinierten Einsatz des EFRE, des ESF und/oder des ELER zu erreichen. Wo immer es möglich ist, sollen daher die drei Europäischen Strukturfonds miteinander kombiniert werden („integrierter Ansatz“). Ein Beispiel ist der gemeinsame Aufruf der Programme des EFRE, des ELER und des ESF zur präventiven und nachhaltigen Entwicklung von Quartieren und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung („Starke Quartiere – starke Menschen“).

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) ist als Verwaltungsbehörde für die Programmerstellung und die Koordination des Gesamtprogramms hinsichtlich der Durchführung, des Finanzmanagements sowie der Begleitung und Bewertung, der Berichterstattung und der Publizität zuständig.
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV)

Je nach Priorität, Schwerpunktbereich und Maßnahme sind für die verwaltungsmäßige Durchführung (Antragsbearbeitung, Bewilligung, Kontrolle, Verbuchung und Zahlung) der einzelnen Maßnahmen unterschiedliche Stellen zuständig. Hierzu zählen folgende Institutionen:

Direktion der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen als Landesbeauftragte (Zahlstelle) bzw. Landwirtschaftskammer NRW und ihre Kreisstellen
Landwirtschaftskammer NRW
Kreisstellen der Landwirtschaftskammer NRW

Landesbetrieb Wald und Holz NRW und seine Außenstellen
Landesbetrieb Wald und Holz NRW
Außenstellen des Landesbetriebs Wald und Holz NRW

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV)
LANUV

Dezernate 33 (Ländliche Entwicklung, Bodenordnung) bei den Bezirksregierungen
Für das Ruhrgebiet sind die Bezirksregierungen Arnsberg, Düsseldorf und Münster zuständig.
Bezirksregierung Arnsberg
Bezirksregierung Düsseldorf
Bezirksregierung Münster

Dezernate 51 (Natur- und Landschaftsschutz) bei den Bezirksregierungen
Für das Ruhrgebiet sind die Bezirksregierungen Arnsberg, Düsseldorf und Münster zuständig.
Bezirksregierung Arnsberg
Bezirksregierung Düsseldorf
Bezirksregierung Münster

Kreise und kreisfreie Städte
Kreise und kreisfreie Städte der Metropole Ruhr 

Übersicht der zuständigen Kontaktstellen für das Programm Ländlicher Raum in NRW (ELER in NRW)
Übersicht der zuständigen Kontaktstellen für das Programm Ländlicher Raum in NRW (ELER in NRW)
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV), Mai 2016
Gemeinsamer Aufruf der Programme des EFRE, des ELER und des ESF (2014–2020) zur präventiven und nachhaltigen Entwicklung von Quartieren und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung - Integrierte Handlungskonzepte können fortlaufend ab dem 10. Februar 2015 eingereicht werden.
Zusammenstellung der nordrhein-westfälische Landesregierung mit ergänzende Förderprogrammen, Finanzhilfen und Unterstützungsangebote für eine nachhaltige Erneuerung von strukturschwachen, sozial benachteiligten und imagebelasteten Stadtquartieren und Ortsteilen in NRW
Verzeichnis der zur Gebietskulisse "Ländlicher Raum" gehörenden Kreise, Städte, Gemeinden und Gemarkungen
Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW
Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, 2016
Heimat.Land.NRW - LEADER-Regionen ausgewählt – 75 Millionen Euro an Fördergeldern stehen zur Verfügung
"Rund 1,2 Milliarden Euro für mehr Lebensqualität auf dem Land und für nachhaltige Land- und Forstwirtschaft"
Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz des Landes NRW